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Förderverein Dorfgemeinschaft Stralsbach e. V. 

Der etwas andere Verein!

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Die politische Gemeinde Geschichte von Stralsbach


Stralsbach bewahrte seine Selbständigkeit bis Ende 1971. Am 1. Januar 1972 wurde im Zuge der kommunalen Neuordnung in Bayern der Markt Burkardroth durch den Zusammenschluss von zunächst 10 ehemals selbständigen Gemeinden gebildet, zu denen auch Stralsbach gehörte. Am 1. Mai 1978 kamen noch die bis dahin selbständigen Gemeinden Premich und Stangenroth hinzu. Seither besteht der Markt Burkardroth aus 12 Ortsteilen mit dem Rathaus und dem Bürgermeistersitz in Burkardroth. Dem Zusammenschluss der Gemeinden ging eine Befragung bzw. Abstimmung im Oktober 1971 voraus. Aus den Orten Stralsbach, Waldfenster und Lauter wurden zunächst Wünsche an einem Zusammenschluss mit der Stadt Bad Kissingen laut. Schließlich votierten die Stralsbacher Einwohner mehrheitlich für den Markt Burkardroth. Von 408 Stimmberechtigten gaben 186 ihre Stimme ab, wobei 117 sich für den Zusammenschluss entschieden. Die letzten Entscheidungen trafen die Gemeinderäte mit ihren Bürgermeistern der damals noch eigenständigen Gemeinden. Bürgermeister von Stralsbach war damals Benno Schlereth.

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Man kann ermessen, wie schwierig diese Entscheidungen für die einzelnen Gemeinderäte war. Alle gingen einen unbekannten neuen Weg der Gemeinsamkeit mit zunächst 10 und ab 1978 mit 12 Partnern, unter Aufgabe der eigenen Selbständigkeit. Die Saale-Zeitung schrieb 1975: Als sich 10 Gemeinden das Ja-Wort gaben, war es nicht mehr als eine Muß-Heirat und von Liebe keine Spur. 1972 sind den Gemeinden nämlich in der Tat goldene Jahre zugesichert worden.” Natürlich ging es auch ums Geld. Während drei Gemeinden Schulden in Höhe von rd. 420.000,-- DM mit in die Ehe brachten, konnten die übrigen sieben Gemeindeteile Rücklagen von insgesamt 360.000,-- DM einbringen. Stralsbach war einer dieser Aktivposten. Neben einem mittleren fünfstelligen DM-Betrag, bestand die Mitgift aus 256 ha Wald und nicht unerhebliche Flächen an Ackerland. Heute nach 45 Jahren verstummte die Diskussion größtenteils. Gerade in Stralsbach wird immer noch der riesigen Waldfläche nachgetrauert, die dem Markt Burkardroth heutzutage gute und regelmäßig Einnahmen beschert.

Stralsbach auf einen Blick

Die Geschichte von Stralsbach


Über die Anfänge des heutigen Stralsbach sind wir wenig unterrichtet. Ein Albertus de Strelebach signierte 1234 eine Urkunde als Zeuge Ottos I. von Bodenlauben. Dies war die erste Erwähnung des Ortes. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Ort zum Erbgut Poppos von Henneberg gehört hat. Aus dieser Zeit stammt die Benennung der Häuser Nr. 51 - 55 am Kirchberg in Stralsbach als sogenannte "Henneberger Häuser". Der erste Hinweis auf eine Kirche in Stralsbach stammt aus dem Jahre 1285. In diesem Jahr verfügte die Domkirche von Würzburg, dass der hiesige Leutepriester (er hatte eine Stelle inne mit pfarrlichen Rechten) seine Güter in Albertshausen an das Kloster in Frauenroth zu übergeben habe. Wahrscheinlich wurde Albertshausen damals pfarrlich von Stralsbach aus betreut.

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Am 1. Mai 1300 wurde Stralsbach von Mechtild Hurnig - Witwe des Ritters Hurnig - und deren Söhne Aplo unbd Wolfram ebenfalls an das Kloster Fauenroth verkauft. Ein weiterer Verkauf an das Kloster folgte 1344 in Form des Krumbach-Waldes, der zwischen Katzenbach und Stralsbach lag. Zu der Pfarrei Stralsbach gehörten vermutlich die Dörfer Albertshausen, Poppenroth, Katzenbach, Lauter, Waldmannsbach, Hassenbach, Schlimpfhof und Zahlbach. Die Rformationszeit führte zur Auflösung dieser Pfarrorganisation. Im Zuge der Gegenreformation organisierte Julius Echter eine konmplette Neugliederung. Jetzt gehörten zur Pfarrei Stralsbach die Dörfer Waldfenster, Poppenroth, Albertshausen, Hassenbach, Katzenbach, Lauter und Schlimpfhof. 1594 wurde die Kirche in Stralsbach abgerissen und weitgehend erneuert.


1558/1591 fiel das Kloster Frauenroth mit allen Besitztümern an die fürstbischöfliche Kammer in Würzburg. Stralsbach wurde als "des Klosters eigenes Dorf" dem Amtmann von Aschach unterstellt. Damit verbunden war eine Dorfordnung, die 1625 in Kraft trat. Es ist davon auszugehen, dass 1625 der Schulunterricht durch einen Lehrer aufgenommen worden ist. Das Schulgebäude stand unmittelbar neben der Kirche und dem Pfarrhaus. Der 30jährige Krieg ging auch an Stralsbach nicht spurlos vorüber. Es wird berichtet, dass die Stralsbacher Bevölkerung des öfteren hinter die Mauern des Schlosses Aschach flüchtete. Von den Kriegsverhältnissen scheint der Stralsbacher Wirt recht gut verdient zu haben. Denn er konnte 1640 der Gemeinde 100 Gulden leihen. 

Dem Schulgebäude von 1625 folgte 1783 ein Schulhausumbau. Letzterer diente bis in die 1970er Jahre weiterhin als Schule und noch einige Jahre als Vereinsdomizil. Eine Sanierung des über 200 Jahre alten Gebäudes war unwirtschaftlich. 2008 folgte der Abriss der alten  Schule mit Neugestaltung des Kirchenvorplatzes. 

Im Jahr 1793 brach der alte Kirchturm zusammen. Sieben Jahre später wurde die alte Kirche von 1594 vollständig abgebrochen und neu errichtet. 1973/1974 erfuhr die bestehende Kirche eine Erweiterung in Form eines Betonbaus. Bis 1980 hatte Stralsbach einen eigenen Pfarrer - Klemenz Götz. Er betreute Stralsbach auch weiterhin während seines Ruhestandes. Im Dezember 1998 verstarb Pfarrer Klemenz Götz. Er war der letzte im Dorf wohnhafte Pfarrer.