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Förderverein Dorfgemeinschaft Stralsbach e. V. 

Der etwas andere Verein!

Finanzierung und Leadermittel


Stralsbach steht als Paradebeispiel für eine gelungene maßgeschneiderte Leader-Projektfinanzierung. Die Kooperation Förderverein Stralsbach – Markt Burkardroth – Leaderförderung entwickelte sich zu einem Erfolgsmodell. Erst die Leader-Projektfinanzierung ermutigte den Markt Burkardroth, Nägel mit Köpfen zu machen und unser Projekt massiv finanziell zu unterstützen. Alleine hätte der Förderverein die alte Schuel, so wie sie sich heute präsentiert, niemals realisieren können.

Bei dem Leader-Programm der Europäischen Union handelt es sich um einen methodischen Ansatz zur Entwicklung von ländlichen Regionen. Dabei stehen die Menschen, die dort leben, im Vordergrund, um sie zu befähigen, ihren Lebensraum mitzugestalten. Ziel ist die Förderung ländlicher Regionen nach dem Motto "Bürger gestalten ihre Heimat". Hierbei entscheiden nur Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Sozialem, Bildung, Kultur usw., die aus der jeweiligen Region kommen. Sie schließen sich zu sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAG) zusammen. Das LAG-Management für die hiesige Region hat seinen Sitz im Landratsamt BadKissingen und war für unser Projekt zuständig.

Finanzierung durch den
Markt Burkardroth


Die Aktivitäten in Stralsbach blieben beim Bürgermeister Waldemar Bug, der Gemeindeverwaltung und dem Marktgemeinderat nicht ohne Beachtung. Zielstrebigkeit, Hartnäckigkeit und insbesondere die Vereinsgründung führten zu einem Perspektivwechsel. Plötzlich sah man die alte Schuel in Stralsbach nicht mehr nur als finanzielle Last, sondern als Chance dem demographischen Wandel entgegen zu wirken. Die Vereinsführung bemerkte dies schnell, da nunmehr die Besprechungen mit Bürgermeister Waldemar Bug sehr zielgerichtet geführt werden konnten. Er signalisierte eine größere Investitionsbereitschaft seitens des Marktes, vorbehaltlich der Meinung des Marktgemeinderates. Viele Verhandlungsrunden folgten. 


Die Kostenkalkulation bewegte sich mehr und mehr auf einen mittleren sechsstelligen Bereich zu. Jetzt zeigte sich, dass die anfangs vom Verein angedachte "kleine Renovierungslösung" einem größeren Unternehmen Platz machen muss. Angesichts dieser Größenordnung schloss die Vorstandschaft die alleinige Kostenübernahme aus, bot aber freiwillige Arbeitsleistungen an. So näherten sich die Gesprächspartner Schritt für Schritt dem Thema Leaderförderung. Voraussetzung für die Antragstellung wäre die Übernahme der Projektverantwortlichkeit durch den Markt Burkardroth. Im Innenverhältnis sollte allerdings der Förderverein eine führende Rolle einnehmen. Schließlich einigte man sich finanzielle Mittel im Rahmen der Leader-Förderung zu beantragen, obwohl dies eine zeitliche Verzögerung für den Umbaustart bedeuteten würde. Die abschließenden Vereinbarungen :

  1. Der Markt Burkardroth übernimmt die Projektverantwortlichkeit und tritt nach außen als Finanzier auf.
  2. Der Förderverein bereitet den Leader-Antrag vor und führt alle vorbereitenden Besprechungen. etzt testen!
  3. Der Markt Burkadrdroth beauftragt einen Architekten, sobald die Leadermittel bewilligt sind.
  4. Der  Förderverein übernimmt im Innenverhältnis die Organisiation und Koordinierung der Umbaumaßnahmen.
  5. Die Kostenkalkulation beläuft sich auf 400.000,-- €.

Kostenverteilung ausgehend von 400.000,-- € Gesamtkosten

37%

Leadermittel
150.000,-- €

48%

Markt Burkardroth
194.000,-- €

3%

Förderverein
13.000,-- € 

12%

Förderverein
6.000 freiwillige Arbeitsstunden

Der Leader-Antrag


Die Inanspruchnahme der Leader-Förderung verursachte im Vorfeld erheblichen Aufwand. Denn die Ansprechpartner waren jetzt der Leader-Koordinator für Unterfranken, die Lokale Lenkungsgruppe LAG bzw. der Beirat des Lenkungsausschusses, alle mit Sitz im Landratsamt Bad Kissingen. Am 09.08.11 fand ein erstes Treffen mit den Hauptverantwortlichen für Leaderprojekte in der Schule statt. Uns wurde klar gesagt, dass kein Vereinsheim oder Projekte im Zusammenhang mit Gastronomie gefördert werden. Eine Förderung erhalten nur Projekte, die dem Dorf und der Region dienen.

Mit einer formlosen Antragstellung war die Sache nicht auf den Weg zu bringen. Die “Projektbeschreibung für die Antragstellung nach der Leader-Förderrichtlinie” musste in vielfacher Hinsicht detailliert Auskunft erteilen. Angaben zur Ausgangslage im Dorf und zu den Projektzielen (Hauptziel, spezifische Ziele, messbare Ziele) folgten Erklärungen zu den geplanten Umbaumaßnahmen (Umbau, Ausstattung, Belegungsplan), zum Betriebskonzept und zur Finanzierung, um nur einige Punkte zu nennen. Mehrfache Streichungen und Änderungen des Antrags blieben dem Vorstand nicht erspart. Ein Knackpunkt bildete der Grill- und Verkaufsraum. Der ganze Küchentrakt konnte erst nach mehrfachen Gesprächen mit dem Hauptverantwortlichen für Leader-Projekte abgesegnet werden. U. a. kam es darauf an, dass der Anbau nicht einzusehen ist und auf den ersten Blick nicht nach Gastronomie aussieht. An den positiv verlaufenen Verhandlungen und bei der Formulierungen des Antrags hat die Stralsbacherin Dorothea Heuer-Kretschmer wesentlichen Anteil.

Mobirise

Schließlich erhielt unser vielfach geänderter und angepasster Vertragsentwurf seitens des Leader-Koordinators und beim LAG-Management im Landratsamt Bad Kissingen grünes Licht. Nachdem der Markt Burkardroth als Projektträger fungierte, fehlte letztlich nur noch die Unterschrift des Bürgermeisters. Zuvor stimmte der Marktgemeinderat dem Finanzierungskonzept mit den drei Säulen ohne Gegenstimme zu. Der Leader-Antrag wurde am 27.03.2012 vom Förderverein, vertreten durch Dorothea Heuer-Kretschmer und Berthold Kröckel, und dem Markt Burkardroth, vertreten durch Herrn Bürgermeister Waldemar Bug und Herrn Kessler, offiziell in der Leader-Geschäftsstelle in Bad Kissingen gestellt.

Knapp drei Monate später war es dann soweit. Mit Schreiben vom 15.06.2012 erhielten der Markt Burkardoth und der Förderverein den positiven Zuwendungsbescheid in Höhe von 150.000,-- €. Die Leaderphase nahm insgesamt 10 Monate in Anspruch, beginnend mit dem ersten Treffen am 09.08.2011 und endend mit dem Zuwendungsbescheid vom 15.06.2012.

Abschließend stand noch eine vertragliche Angelegenheit zur Regelung an. Der Markt Burkardroth als Eigentümer des Schulareals und des Schulgebäudes in Stralsbach überlässt dem Förderverein diese Immobilie für seine satzungsgemäßen Zwecke. Hierzu schloss der Markt Burkardroth mit der Vorstandschaft einen Gestattungs- und Nutzungsvertrag. Zu regeln waren u. a. die Verantwortlichkeiten des Fördervereins gegenüber den Nutzern der alten Schuel und dem Markt Burkardrot sowie die Unterhalts- und Wartungskosten. 

Begehrte Leadermittel
Konkurrenzsituation 


Die Mittel der Leader-Förderung sind sehr begehrt. So ist es nicht verwunderlich, dass der Projektantrag des Marktes Burkardroth mit den Anträgen anderer aus dem Landkreis in Konkurrenz stand. Der Beirat des Lenkungsausschusses bzw. die Lokale Aktionsgruppe hatten darüber zu entscheiden. Dorothea Heuer-Kretschmer und Berthold Kröckel stellten persönlich in ihrer eigenen authentischen Art das Projekt bei den verantworltichen Gremien vor. Und das mit sehr großem Erfolg. Denn diese wollten keine Mandatsträger sehen, die das Projekt vorstellen, sondern Bürger die ihre Heimat gestalten wollen. Der Auftritt der beiden hat in jeder Hinsicht eine ausgesprochen positive Ressonanz hinterlassen. Heute wissen wir, dass sie in vollem Umfang überzeugt haben.

Im übrigen bestand auch innerhalb des Marktes Burkardroth eine Konkurrenzsituation. Der Marktgemeinderat hatte aus drei Investitionswünschen mit Leadermitteln eines auzuwählen. Zur Auswahl standen der Investitionsbedarf in der Herrmannsruh, in der alten Schuel in Stralsbach und in ein Dorfladenprojekt in Lauter. Der Marktgemeinderat stimmt dann mehrheitlich für die Schule in Stralsbach.

Mobirise

Schulhof - Hintereingang

Mobirise

Neuer Zugang zum früheren Tankraum, jetzt Lager